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Semmelknödel

Wenn ich an Semmelknödel denke, steigen sofort Erinnerungen an Sonntagsessen bei meiner Oma auf. Dieses Rezept ist mehr als nur eine Anleitung: Es ist eine kulinarische Zeitreise, die Tradition und Geschmack vereint. Jeder Knödel erzählt eine Geschichte. Mit ein bisschen Übung und Liebe gelingen diese luftigen Klöße garantiert – genau so, wie sie meine Oma immer gezaubert hat.
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

  • 400 g Brötchen vom Vortag oder Knödelbrot
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 300-500 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz/Pfeffer/Muskat
  • etwas Semmelbrösel
  • etwas frische Kräuter

Anleitungen
 

  • Brötchen in kleine Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Milch erwärmen - für Brötchen vom Vortag braucht man eher 300 ml Milch für getrocknetes Knödelbrot bis zu 500 ml.  Die Hälfte der Milch über die Brotwürfel gießen und gut vermengen, so viel der restlichen Milch dazu geben, bis alle Würfel mit Milch vollgesaugt sind, dann 30 Minuten ziehen lassen. 
  • Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in der Butter glasig dünsten.
  • Die Eier verquirlen. Petersilie waschen, trocknen und hacken. Beides mit den Zwiebeln zur Brötchenmasse geben, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermengen. Falls die Masse zu weich ist und nicht die Form hält, esslöffelweise Semmelbrösel dazu geben.
  • Je nach Gusto zum Beispiel mit Hilfe eines Eisportionierers 8/16/24/32 Knödel aus der Masse formen. Diese auf ein Blech legen und zugedeckt eine Stunde kalt stellen. 
  • In einem großen weiten Topf reichlich Salzwasser zum kochen bringen, die Hitze reduzieren und wenn das Wasser nur noch siedet, die Knödel ins Wasser geben. Zugedeckt je nach Größe 15–20 Minuten ziehen lassen - das Wasser darf auf keinen Fall mehr kochen! Nach der Hälfte der Kochzeit einmal wenden, dazu die Knödel mit einem Löffel leicht nach unten drücke, dann drehen sie sich von alleine.
  • Die fertigen Knödel mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und mit frischen Kräutern bestreut servieren. 

Notizen

TIPPS & TRICKS
Warum eine Flüsigkeitsmenge von 300-500 Millilittern?
Die benötigte Flüssigkeitsmenge hängt ganz stark vom verwendeten Brot ab. Brötchen vom Vortag brauchen zum Beispiel weniger Flüssigkeit als komplett getrocknetes Knödelbrot, das beim Bäcker schon in Würfel geschnitten gekauft werden kann. Auch Brezeln bzw. Laugengebäck allgemein, braucht eine andere Flüssigkeitsmenge. Deshalb immer erst mit weniger Flüssigkeit starten, gut untermengen und dann so viel der restlichen Flüssigkeit hinzu geben, bis die Masse gut formbar ist. 
Aus Versehen zu viel Flüssigkeit erwischt?
Auch nicht schlimm! Entweder können Semmelbrösel oder ein weiteres Brötchen Abhilfe schaffen. Ein Paar Esslöffel Semmelbrösel dazu geben und gut untermischen, reicht meist schon aus. 
Ruhen lassen
Den Knödelteig unbedingt ruhen lassen - 30 Minuten zugedeckt im Kühlschrank - nur so können sich alle Zutaten miteinander verbinden und der Knödel behält später seine Form. Gerne dürfen die Knödel nach dem formen nochmals 30 Minuten Ruhe genießen. 
Auf keinen Fall kochen!
Das gut gesalzene Kochwasser darf beim garen der Semmelknödel auf gar keinen Fall kochen. Die Knödel kommen in leicht siedendes Wasser und garen darin. 
Nicht sicher ob die Konsistenz passt?
Lieber einen Probeknödel machen und vorgaren bevor alle Knödel ins Wasser kommen.