schwedische kladdkaka
Der saftigste Schokoladenkuchen, den ich kenne
Es gibt diesen einen Kuchen, den ich schon so oft für meinen Geburtstag gebacken habe, dass er fast schon zum festen Ritual geworden ist, genau wie die Schwedische Mandeltårta. Schwedische Kladdkaka, ein Schokoladenkuchen, der außen eine zarte Kruste hat und innen so herrlich saftig bleibt, dass er fast an Brownies erinnert. Genau diese Konsistenz macht ihn so besonders.
Ich habe ihn das erste Mal bei einer schwedischen Freundin gegessen, die ihn einfach nebenbei gemacht hat. Keine große Sache, kein aufwendiges Rezept – einfach schnell zusammengerührt und ab in den Ofen. Und genau das liebe ich daran: Kladdkaka ist unkompliziert und braucht keine besonderen Zutaten. Trotzdem schmeckt er so gut, dass meine Gäste jedes Mal begeistert sind.
In Schweden gehört dieser Kuchen zu den absoluten Klassikern. Fast jede Familie hat ihre eigene Version, aber das Grundprinzip bleibt gleich: viel Schokolade, Butter, Eier und nicht zu viel Mehl. Das Geheimnis liegt in der kurzen Backzeit – so bleibt der Kuchen innen schön kladdigt, also klebrig-saftig.


Warum ich Kladdkaka so gerne für Gäste backe
Ich mag Kuchen, die nicht perfekt aussehen müssen. Kladdkaka ist genau so einer denn er darf oben leicht rissig sein, die Oberfläche glänzt ein bisschen und wenn du ihn anschneidest, siehst du sofort diese saftige Mitte. Das ist kein Kuchen für Instagram-Perfektion, sondern für echten Genuss. Wobei, so schlecht sieht er auf den Fotos gar nicht aus. Was meinst du?
An meinem Geburtstag habe ich ihn schon mehrfach gemacht, am Nachmittag, wenn Familie und Freunde vorbeikommen. Ich serviere ihn einfach nur mit ein paar frischen Beeren und Sahne, manchmal aber auch lauwarm mit Vanilleeis. Das Beste: Du kannst ihn vormittags backen und musst dich später um nichts mehr kümmern.
Der Duft, der beim Backen durch die Küche zieht, ist übrigens unschlagbar. Diese Mischung aus geschmolzener Schokolade und Butter, die langsam vor sich hin schmilzt – das riecht nach Hygge pur.


Ein paar Tipps für die perfekte Kladdkaka
Die richtige Schokolade macht den Unterschied. Ich nehme am liebsten eine mit 50 Prozent Kakaoanteil, denn die ist nicht zu bitter, aber auch nicht zu süß. Wichtig ist, dass du hochwertige Schokolade nimmst, denn sie ist die Hauptzutat.
Die Backzeit ist entscheidend: Lieber ein paar Minuten zu kurz als zu lang. Der Kuchen sollte in der Mitte noch leicht wackeln, wenn du die Form bewegst. Genau das macht ihn so saftig. Falls du dir unsicher bist, mach einfach die Stäbchenprobe – es dürfen ruhig noch ein paar Krümel am Holzstäbchen hängen bleiben.
Ein weiterer Tipp: Lass den Kuchen nach dem Backen mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen. So setzt er sich und lässt sich besser schneiden. Ich mag ihn aber am liebsten noch lauwarm.
Schokolade 50 %
Die Basis für intensiven Geschmack
Schokolade mit 50 Prozent Kakaoanteil ist für Kladdkaka ideal. Sie liegt genau in der Mitte zwischen Vollmilch- und Zartbitterschokolade und bringt eine angenehme Balance aus Süße und Kakao-Aroma. Für diesen Kuchen ist sie perfekt, weil sie schmilzt, ohne zu bitter zu werden.
Nährstoffe: Schokolade enthält Antioxidantien und Magnesium – in Maßen genossen ist sie also durchaus mehr als nur eine Nascherei.
Einkauf: Achte auf eine gute Qualität mit klarer Zutatenliste. Je weniger Zusätze, desto besser. Ich greife meist zu Schokolade mit Fairtrade-Siegel.
Nachhaltigkeit: Fairtrade- und Bio-Siegel zeigen, dass Kakaobauern fair entlohnt werden und der Anbau umweltschonend erfolgt. Das kostet ein bisschen mehr, ist aber jeden Cent wert.
Tipp fürs Schmelzen: Schokolade und Butter am besten im Wasserbad schmelzen – so brennt nichts an und die Masse wird schön gleichmäßig.
Für welche Gelegenheit eignet sich Kladdkaka?
Ich versteh die Frage nicht! Ehrlich gesagt: für jede. Ich habe ihn schon zum Sonntagskaffee gemacht, als spontanen Nachtisch für Gäste oder einfach so, weil ich Lust auf etwas Schokoladiges hatte. Er passt zu Geburtstagen genauso wie zur gemütlichen Fika mit Freunden.
Du brauchst keine besonderen Anlässe, um diesen Kuchen zu backen. Die Zutaten habe ich immer auf Vorrat. Er ist schnell gemacht und schmeckt immer. Genau das macht ihn zu einem meiner Lieblingsrezepten.

Schwedische Kladdkaka
Kochutensilien
- ø 20 cm Springform
Zutaten
- 150 g Butter
- 100 g Zartbitterschokolade
- 150 g Zucker
- 2 Eier
- 40 g Kakaopulver
- 125 g Mehl
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- Puderzucker – zum Bestäuben
Anleitungen
- Eine ø 20 cm Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Butter und die Schokolade zusammen im Wasserbad schmelzen und glatt rühren – etwas abkühlen lassen
- Den Zucker mit den Eiern hell-cremig rühren.
- Den Kakao und das Mehl zusammen zur Eiermasse sieben, Vanilleextrakt und Salz dazu geben und alles rasch zu einem glatten Teig rühren.
- Teig in die vorbereitete Form geben und in den vorgeheizten Ofen schieben und backen. Backzeit: 15-20 Minuten bei 200 °C Ober-/Unterhitze [180 °C Umluft]
- Die Stäbchenprobe machen, bleibt 2-3 cm vom Rand nichts kleben, ist der Kuchen fertig. Der Kuchen sollte nicht ganz durchgebacken, sondern in der Mitte noch leicht wackeln wenn man an der Form rüttelt.
- Den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann noch lauwarm servieren oder auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Wer mag reicht frische Beeren, Sahne oder Vanilleeis dazu.
Notizen


Probier es aus – du wirst ihn lieben
Wenn du noch nie schwedische Kladdkaka gemacht hast, dann wird es höchste Zeit. Dieser Kuchen ist so einfach, dass wirklich nichts schiefgehen kann. Und selbst wenn er nicht perfekt aussieht – er schmeckt trotzdem fantastisch.
Ich backe ihn mittlerweile fast mit geschlossenen Augen, so oft habe ich ihn schon gemacht. Und jedes Mal freue ich mich auf diese ersten Bissen, wenn der Kuchen noch warm ist und die Schokolade schön saftig. Ich bin gespannt, wie er dir schmeckt.
hej då.
xo.
Fun Fact zum Schluss
»Kladd« kommt im Schwedischen nicht von Schokolade. Indirekt vielleicht, denn Schokolade heißt »choklad«. »Kladdig« allerdings bedeutet »klebrig; nicht richtig durchgebacken«.

